Plumpe Werbung wirkt wie Gift in den sozialen Netzwerken

Plumpe Werbung in sozialen Netzwerken ist das pure Gift und kann sehr schnell zum negativen Bumerang werden.
plumpe-werbung

Jedes Unternehmen, das sich in den sozialen Netzwerken bewegt, möchte, dass seine Werbung wahrgenommen und auch weiterempfohlen wird. Jedoch ist eine aggressive Vermarktung alles andere als positiv in Erinnerung bleibend, sobald diese Werbung als störend und zu plump eingestellt wird.

Täglich grüßt das Murmeltier! Monoton wiederholende sowie inhaltlich gleichbleibende Werbepostings lösen bei den Kontakten das blanke Entsetzen aus. Wer diese Werbeschiene fährt, sollte seine ganzen Social Media Kanäle löschen und besser auf Printwerbung umsteigen. Papier ist geduldig! Zur Not kann damit ein Katzenklo ausgelegt werden.

Sinn und Zweck vereinzelter Facebook Gruppen

Unzählige Facebook Gruppen verschiedenster Kategorien stehen dem User täglich zur Verfügung um seine Werbung zu vermarkten und gegebenenfalls auch neue Fans für seine Seite zu gewinnen. Hier treffen sich täglich tausende von Mitgliedern die sich austauschen oder sich gegenseitig ergänzen. Selbstverständlich wird auch nebenbei und nett verpackt, das eigene Geschäft oder die jeweilige Facebook Unternehmensseite vorgeschlagen. Mit etwas Fingerspitzengefühl und das eigene Einbringen in jeweiligen Gruppen bringt man dann die eigene Werbung mit hinein.

Hier haben viele Gruppenmitglieder sichtlich kein Interesse, einige Zeit in dieser Gruppe zu verweilen und zu kommunizieren. In die Gruppe rein , das Posting lieblos dem anderen Kontakten um die Ohren geschmissen und so schnell wie derjenige vorbeigekommen ist , geht er schon in die nächste Gruppe rein, um dort das gleiche Schema erneut hinzulegen. Von einem Kavaliersdelikt oder einem Zufall kann hier schon gar nicht mehr ausgegangen werden , denn es wiederholt sich von einem zum nächsten Tag.Täglich grüßt das Murmeltier.

Der Sinn einer Gruppe ist es NICHT, sich gegenseitig die eigene Werbung um die Ohren zu ballern

Miesmuscheln (Insider wissen jetzt genau was gemeint ist :-) ), die zufällig zur selben Zeit in derselben Gruppe vertreten sind, weisen schon durch die Blume hindurch auf die Fehler der MediamarktMentalität hin. Jedoch werden diese gut gemeinten Ratschläge eher als lästig und störend hingenommen. Trotz aller guten Tipps wie zum Beispiel der Hinweis auf ein fehlendes Impressum oder lieblos hingeworfene Postings, es wird weiterhin das Scheuklappen verfahren durchgeführt.

 

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Zwangsläufig löst der Extremwerbeverbreiter so den Umkehreffekt aus: Kontakte blenden diese Werbung schlichtweg aus, Fanseiten werden wieder entlikt, weil kein Mehrwert rüberkommt. Nicht selten wird auch gleich der zugehörige Kontakt auf unsichtbar gestellt .

Plumpe Werbung in sozialen Netzwerken ist das pure Gift und kann schneller zum negativen Bumerang werden, als dem Absender lieb ist. Nichts verbreitet sich schneller als etwas was negativ auffällt. Der Umgang in den sozialen Netzwerken sowie das Empfehlungsmarketing entsteht aus Empfehlungen und Weiterempfehlungen. Wenn Kontakte aber schon die Nase rümpfen oder gar mit den Augen rollen nach dem Motto der / die schon wieder , dann ist es kurz vor 12 , die bisherige Strategie zu überdenken. Denn: So funktioniert Social Media definitiv nicht !

Jede Werbebotschaft sollte als ein netter Flirt verpackt werden

Beim Flirten fällt niemand sofort mit der Tür ins Haus. Plumpe Anmachsprüche kommen meistens auch nicht gut an.

Dumm gelaufen, wenn man alleine nach Hause geht.

 

herzbrief

 

Bildquellenangaben:
Herzbrief: S. Hofschlaeger / pixelio.de
Stempel: Thorben Wengert / pixelio.de
Lautsprecher: Gerd Altmann / pixabay.com

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8 Kommentare

Erich Weber · 10. Juli 2012 um 11:01

Hallo Tina, klasse Artikel.
Nachdem ich den Link an meiner Chronik gepostet hatte, hat mich jemand sofort als „Miesmuschel“ bezeichnet ;-)

Gut, dass es auch Menschen gibt, die den Sinn und Zweck von Social Media verstehen und noch miteinander flirten können…

LG Erich

    Tina Gallinaro · 10. Juli 2012 um 12:32

    Hallo Erich , Miesmuschel ist ist ja auch nicht böse gemeint gewesen , von daher ist es klasse wie Dein Kontakt reagiert hat :-) LG Tina

Anna Rosenberg · 10. Juli 2012 um 14:44

Super Artikel, Tina, den sollten wirklich alle lesen, nicht nur die, die sich nicht so verhalten. Ich teile den gerne mal, damit er sich weiterverbreitet

    Tina Gallinaro · 10. Juli 2012 um 15:34

    Hallo Anna, vielen Dank für Dein Feedback. Das Schlimme daran ist wirklich , dass diejenigen, die es eigentlich betrifft, diese gut gemeinten Warnhinweise erst gar nicht lesen. LG an Dich

Papillon-Texte · 11. Juli 2012 um 14:06

Sehr schöner Artikel und wie wahr… Was ich inzwischen so alles ignoriere.. Tina und Nicola machen das dagegen wirklich gekonnt, man fühlt sich nicht genervt. Gehört eben auch soziales Geschick dazu..
LG J. Florence

    Tina Gallinaro · 11. Juli 2012 um 14:14

    Hallo Jana, das die Werbung unserer Kunden nicht negativ auffallen soll, da haben Nicola und ich wirklich ein sehr gutes Gespür… Dankeschön für Dein tolles Feedback. LG an Dich

Nicola Dülk · 11. Juli 2012 um 14:29

Hallo Jana, herzlichen Dank für das tolle Kompliment. ;-)
Wir stellen uns immer wieder die berühmten W-Fragen, eigentlich vor jedem Posting.
Außerdem die wichtigste Frage dabei: Möchte ich selbst ständig mit den gleichen Links zugekleistert werden?

Das erklären wir auch immer unseren Kunden. Denn viele Fragen nach: „Warum posten Sie nicht 5-10 mal am Tag etwas auf meiner Seite?“ Die Antwort: „Es wäre reiner Spam und würde die Leute vergraulen!“

Übrigens ein toller Artikel Tina, der schon sehr viel positives Feedback erhalten hat.

Liebe Grüße Nicola

Popp Marcus · 20. Juli 2012 um 08:31

Hallo Tina,

ein super Artikel! …denn genau so ist es!

auch ich habe schon bemerkt, dass so manche „Bewerbung einer Fan-Page bsplw.“ in so vielen Gruppen mehr als plump da herkommt – die Leute vergessen anscheinend dass Sie Ihr Aushängeschild – Ihr Profil „bewerben“ – so würde sich wohl keiner in der realen Welt verhalten!

Am Besten aber sind die Zeitgenossen, die einfach einen Link (manchmal ins Nirvana führend, da einfach falsch geschrieben oder kopiert?!:-) hindonnern – ob als PN oder in einer Gruppe – nach dem Motto: Dann mach Du mal was draus!

Ignorieren ist da (leider) meist die beste Methode, sonst steht man noch als „Verbesserer“ da und ein gegebenes „Gefällt Mir“ bei FB oder ein + bei Google wird wieder revidiert !

Teilen werde ich diesen Beitrag auf jeden Fall, denn hoffentlich liest ihn auch mal die wirklich angesprochene Klientel !

Ich wünsche Dir, liebe Tina, schon mal ein schönes, erholsames und (vielleicht) auch sonniges Wochenende ;-)

LG

Marcus

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