NoGo – die fiesen Unarten in den sozialen Netzwerken

Was man so alles verkehrt machen und wie man sich gleich zu Anfang einer neuen Freundschaft richtig unbeliebt machen kann.
NoGo

Das Unternehmen ihr Geschäft stellenweise auch gewaltsam mit der Brechstangen Methode vorantreiben wollen ist längst kein Geheimnis mehr. Kaum wurde eine ganz frische Kontaktanfrage bestätigt, bekommt man zur Begrüßung von seinem neuen Gegenüber bildlich gesehen gleich einen KO Schlag verpasst. Was man so alles verkehrt machen und wie man sich gleich zu Anfang einer neuen Freundschaft richtig unbeliebt machen kann.

NoGo – mit welchen Unarten sollte man seine Kontakte nicht belästigen?

NoGo – ein sofortiger Telefonanruf

Stellenweise nimmt der neue Kontakt gleich den Telefonhörer zur Hand und ruft unverfroren seinen neuen Gegenüber an. Rein nach dem Motto: ” Vielen Dank für die Kontaktbestätigung – da möchte ich doch gleich mal wissen mit wem ich es in Echtzeit zu tun habe. Und bei der Gelegenheit möchte ich Ihnen auch gleich mein Geschäft vorschlagen..”

BEVOR zum Telefonhörer gegriffen wird, gehört es zum guten Ton, diskret per PN bei Twitter oder Facebook nachzufragen, ob derjenige auch Zeit für ein Telefonat hat. N.I.E.M.A.N.D wartet den ganzen Tag darauf, dass endlich das Telefon klingelt. Wenn der Anruf zeitmäßig passt, dann steht einen netten Gespräch nichts im Wege. Da nichts so heiß gegessen wird wie es gekocht wurde, kann dieses Telefonat auch bestimmt ein paar Tage warten.

NoGo – das Postfach wird bombardiert

Sofort sucht der neue Kontakt nach einer E-Mail-Adresse, um seinem Gegenüber freudestrahlend mitzuteilen: „Als Geschenk für unsere Freundschaft möchte ich dir auch gleich ein kostenloses Video zukommen lassen.“

Diese und ähnliche – vor allem ungefragte! Werbe E-Mails in Form von Geschäftspräsentationen jeglicher Art sind eine bodenlose F.R.E.C.H.H.E.I.T.!

NoGo – ohne Rücksichtnahme auf Verluste sofort sein Geschäft vorschlagen

Bei Facebook ist dieses Tun sehr beliebt. In einer Privatnachricht oder auch auf der Pinnwand bekommen wir die Benachrichtigung:

„Vielen Dank für Ihre Freundschaft. Kennen Sie schon das ultimative Geschäft mit der auch Sie sofortigen Lebenswohlstand erzielen?“

WO ist der Bus mit den ganzen Leuten die das wissen wollen?

Das ist ein sehr guter Grund, seinen neuen Kontakt dahin zu schicken wo der Pfeffer wächst!

NoGo – Extremer Fanseiten Vorschlag

Viele Fanseitenbesitzer wollen natürlich schnell viele Fans. Vor allem am Anfang, wenn die neue Fanseite mindestens 25 Fans braucht, um die begehrte Vanity Url zu sichern. Was hierbei sichtlich auffällt, dass ein Einzelner mindestens jede Woche ein bis zwei neue Fanseiten zum Liken vorschlägt. Besonders dreiste Vorgehensweisen: Man hat selber nie Kontakt oder auch nur einen Wortwechsel mit diesem Fanseitenbesitzer, soll aber dann diese Fanseiten liken. Da fragt man sich allen Ernstes warum?

NoGo – Die Nachrichtenräuber

Dank der neuen Chronik ist es ja nun möglich einer Fanseite Nachrichten zu schicken. Mancher Fanseitenbesitzer ist gar nicht so davon angetan, wenn in der Post dann folgende Nachricht steht :

“Gerne geliked, freue mich über ein Relike”

Hier wurde die Funktion vom Nachrichtensystem nicht verstanden. Diese Nachrichtenfunktion ist im eigentlichen Sinne gestaltet worden, um den Betreiber dieser Fanseite eventuell ein Statement zukommen zu lassen, gegebenenfalls für Nachfragen zur Dienstleistung des jeweiligen Unternehmens. Like gegen Relike ( Like gegen Relike – Eintagsfliegen lassen grüßen ) findet in diversen Gruppen statt die ohnehin sehr zweifelhaft sind.

NoGo – Freundschaften als Zeiträuber zu missbrauchen

Wer bei manchen Neuerungen bei Facebook oder Google Plus Hilfe braucht oder einiges nicht versteht, wendet sich sehr gerne an diejenigen, die sich besser mit der Thematik auskennen. Doch nun gilt das Gelduldsfadenprinzip: Wer zu lange an dem Geduldsfaden seines wissenden Gegenüber reißt, um ihn wie eine Zitrone auszuquetschen, läuft Gefahr geblockt zu werden. Nichts ist schlimmer als ständige Anfragen zu beantworten und die eigene Zeit zu opfern obwohl man Energie in andere Projekte stecken müsste.

NoGo – der Gruppenzwang

Obwohl es eigentlich klar ist, das jeder Kontakt aus freiwilligen Stücken entscheiden möchte, ob er in eine Gruppe eingeladen werden möchte oder nicht, findet man sich meist über Nacht ungefragt in welchen wieder. Viele, die sich zwangsweise in einer Gruppe wiederfinden, verlassen diese wieder, aber nicht ohne den Gruppen Einlader bei dieser Gelegenheit zu entfreunden. In das berüchtigte Gruppenfettnäpfchen ist man recht schnell getreten und hinterlässt zudem einen recht schalen Nachgeschmack.

NoGo – Dauerwerbung

Eine Fanseite sollte ihren Fans Mehrwert bieten, Unterhaltung darstellen sowie einen echten Grund liefern warum man eigentlich Fan ist. Dies kann in Form von wertvollen Ratschlägen, Tipps und Informationen rund um das jeweilige Produkt oder einer Dienstleistung sein.

Time Out!

Time_out

Dauerwerbung ist schlichtweg nervig und viele Fans verlassen diese Unternehmensseite auch bald wieder. Reizüberflutung in Form von Dauerwerbesendungen können sich deine Kontakte auch auf dem heimischen Fernseher ansehen.

Der Social Media Manager Mike Owokoniran aus Österreich hat ein sehenswertes Video dazu erstellt. Diese 3 No-Go’s sollte man als Facebook Fanpage Betreiber verhindern! – viel Spaß beim Anschauen.

Bestimmt sind dir auch schon einige Kontakte untergekommen, die sich wie ein Elefant im Porzellanladen benommen haben. Ich bin gespannt auf deine Meinung.

Bildquellenangabe: Benjamin Thorn, pixelio.de

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5 Kommentare

Karl Morlock · 6. Juni 2012 um 08:59

Sehr guter Artikel, der vor allem für Neugründungen hilfreich ist. Besonders Facebook lädt ja förmlich dazu ein, zum Teil über-motiviert an das Verteilen seiner eigenen Werbung zu denken. Dass man sich damit meistens ins virtuelle Nirwana abschießt ist den meisten nicht bewusst.
Gerade die, die sich neu mit dem Thema Social Media auseinander setzen und dieses Medium in ihre Marketingstrategien einbinden wollen, müssen besser geschult und informiert werden. Dieser Artikel ist ein guter Beitrag dazu. Herzlichen Dank dafür.

Michaela Schara · 6. Juni 2012 um 10:26

Mit Genuss und Freude gelesen – wird sehr gern weiterempfohlen, damit potentielle Fettnapfhüpfer wissen, wo es grad schön Platsch macht ;-)
Sehr pointiert geschrieben – Danke für deine Zusammenfassung!

SchokoFanclub · 8. Juni 2012 um 06:55

Endlich sagt’s mal jemand!
Dann kann ich mir den Blogbeitrag ja sparen ;)
Vielen, vielen Dank!

    Tina Gallinaro · 8. Juni 2012 um 11:12

    Hallo Schokofanclub, es ist immer das erste Mal wo jemand anfängt, aber das sollte Dich nicht abhalten ebenfalls darüber zu bloggen :-) Liebe Grüße an Dich .
    LG Tina

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