Effektive Massnahmen um im Social Web ganz sicher keinen Erfolg zu haben

Wer die großartigen und vielfältigen Chancen, die das Social Web bietet, so an sich vorbeiziehen lässt, will nicht gefunden werden.
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Unzählige Bücher und Blogs zum Thema Social Media geben Tipps und Tricks, wie Unternehmen sich gezielt und sicher in den sozialen Netzwerken bewegen können.
Social Media Agenturen geben ihren Kunden Whitepaper mit auf dem Weg, damit diese Anweisungen ganz gezielt durchgeführt werden können.

Diese Social Media Maßnahmen werden ausgearbeitet damit wenig später diese Planungen entweder kaum oder nur ein kleiner Bruchteil davon umgesetzt werden.

Wie man mit Social Media ganz sicher NICHT erfolgreich wird!

 Unternehmen, die scheinbar fahrlässig mit strategisch ausgearbeiteten Massnahmen handeln, wollen mit ihrer Firma nicht wirklich gefunden werden, denn wie kann man sich sonst erklären, dass:

  • Kontakte um jeden Preis gesammelt werden
  • die “mit der Tür ins Haus fallen“ Methode nicht abgestellt wird
  • keine Aktivität in Gruppen stattfindet
  • im Blickfeld immer nur der eigene Vorteil steht
  • kein Interesse an einer Kommunikation besteht
  • kein Einblick in die Privatsphäre gewährt wird
  • das Auftreten ohne Weitblick funktioniert
  • kaum Aktivitäten in den anderen sozialen Netzwerken stattfindet

nach wie vor an der Tagesordnung stehen?

Kontakte sammeln um jeden Preis

Neuankömmlinge und leider auch viele “alte Hasen” in den sozialen Netzwerken denken, wer extrem viele Kontakte hat und daraus ein Hobby macht wie andere Menschen Briefmarken sammeln, erhält automatisch mehr Ansehen. So angenehm die immer größere Verbreitung des Netzwerk-Gedankens auch ist, so falsch wird diese Kontakt-Sammelei in vielen Fällen verstanden.

Masse statt Klasse – auf diese Weise ergeben sich keine nachhaltigen Kontakte im Sinne des Social Media Netzwerkens.

Der Ruf eines Kontakt-Sammler hat einen sehr deutlich negativen Beigeschmack. Briefmarken sammeln ist ein nettes Hobby, hat aber mit der Sammel-Leidenschaft in den sozialen Netzwerken genauso viel gemeinsam wie Birnen mit Äpfeln zu vergleichen!

Beispiel1

Die “mit der Tür ins Haus fallen“ Methode

Sobald eine Kontaktanfrage bestätigt wurde, wird der neue Kontakt zum sofortigen Teilen aller Beiträge verpflichtet. Per Privatnachricht und auch durch die Blume versteckt wird mitgeteilt, dass diese nun frisch geposteten Beiträge auch andere User brennend interessieren müsste.

Springen Kontakte auf dieses Bauchladen-Profil nicht an, werden sie gerne nach kurzer Zeit wieder “entsorgt” rein nach dem Motto:” Bringt mir nix, der teilt meine Beiträge nicht, ist infolgedessen nicht verwertbar und ungeeignet für mein Business!”

“Los, teil doch mal meine Beiträge” ist keine (Dauer) Verpflichtung und wird immer noch freiwillig ohne Anschubsen der befreundeten Kontakte übernommen! Viele User vergessen, dass die persönlichen Beziehungen, sprich langsames Vertrauen in den anderen Kontakt investieren, nicht mit der Holzhammer-Methode funktioniert. Geben und Nehmen sollte an erster Stelle stehen!

Beispiel1

Gruppenaktivität ? Wozu das denn?

Eine gezielte Aktivität in themen-relevanten Gruppen hat extrem viele Vorteile und ist im Bezug auf das Netzwerken enorm wichtig. Auf diese Weise ist es möglich, mit anderen Usern ins Gespräch zu kommen, so dass dadurch sehr interessante und wertvolle Kontakte generiert werden können.

Wer sich jedoch aus den Gruppen vollständig raushält, wird ein kompletter Alleingänger bleiben und kaum erfolgreich sein. Mit Kontaktanfragen alleine ist noch kein erfolgreiches Marketing möglich.

Überzeugen kann nur derjenige, der regelmäßig im Netzwerk aktiv ist und auch interessante Inhalte liefert und somit das Net(t)working-Prinzip des „gegenseitigen Gebens und Nehmens“ verstanden hat.

Beispiel1

Das Scheuklappenprinzip – immer den eigenen Vorteil im Blick haben

Wer wirklich netzwerken will, muss bereit sein, wertvolle Tipps „für umsonst“ geben, denn genau hierum geht es beim Netzwerken. Menschen, die nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht sind, nur verkaufen oder kostenlose Tipps abgreifen wollen, werden in kürzester Zeit merken, dass sie mit einer solchen „Strategie“ nicht weit kommen.

Wer sich auf Diskussionen einlässt, Fragen beantwortet und bereit ist, Empfehlungen oder Tipps zu geben, wird schnell merken, dass sich ein solches Verhalten auch langfristig auszahlt.

Dabei darf nicht vergessen werden, dass die “virtuellen Kontakte” allesamt reale Menschen sind, die einmal im Jahr Geburtstag haben. Von daher bedarf es wirklich keine lange Erklärung dazu, dass es sich von selbst versteht, ihnen zum Ehrentag zu gratulieren.

Die Pinnwand des Gratulanten als Litfasssäule für Werbemaßnahmen zu missbrauchen, ist ein NoGo und wird in vielen Fällen mit sofortiger Beendigung der Freundschaft geahndet!

Beispiel1

 Keinen Einblick in die Privatsphäre

Jeder von uns hat ein reales Leben außerhalb der sozialen Netzwerke und private Interessen! Wer der sozialen virtuellen Welt einen kleinen Einblick in seine Privatsphäre gewährt, wird von seinen Kontakten ein positives Feedback bekommen.

Mutig werden und sich öffentlich zeigen ist nicht negativ!

Das Unternehmen zum anfassen – doch bitte daran denken, dass Google nie was vergisst! Bilder von feuchtfröhlichen Feiern und wenig angemesse Äußerungen bleiben dauerhaft bei Google auffindbar, selbst wenn sie innerhalb des Netzwerks wieder gelöscht werden. Somit schadet man der eigenen Reputation mehr als das es von Nutzen sein könnte.

Beispiel1

Auftreten ohne Weitblick

Über das Unternehmens existieren weder Pressemitteilungen oder Blogbeiträge? Optional können alle Postings in den sozialen Netzwerken auch per Blogbeiträge oder Pressemitteilungen öffentlich zugänglich gemacht werden. Folglich sind diese Artikel auch über Suchmaschinen wie Google auffindbar.

Veröffentlichte Artikel in Blogs sind ein hervorragendes Mittel für die Verbesserung des eigenen Suchmaschinen Rankings. Während eine Aktualisierung auf der eigenen Homepage teilweise erst nach Wochen auch in Google verfügbar ist, funktioniert dies mittels Blogbeitrag oft schon innerhalb nur weniger Stunden.

Auf diese Weise ist es möglich, Kontakte, Interessenten und mögliche Kunden immer auf dem aktuellsten Stand zu halten und ganz nebenbei noch etwas für das Suchmaschinenranking zu tun. Regelmäßige Blogbeiträge erscheinen auch in Google Alerts!
Pressemitteilungen sind enorm wichtig, denn die hier veröffentlichten Artikel werden noch einmal quer durch das Internet geschickt und diese Meldungen erreichen zusätzlich einen ganz anderen Leserkreis.

 

Beispiel1

Kaum Aktivitäten in den anderen sozialen Netzwerken

Die sozialen Netzwerke fangen nicht bei Facebook an und enden nicht bei Google Plus. In jedem der großen sozialen Netzwerke erreicht man immer Kontakte, die man gegebenenfalls bei Google Plus nicht antrifft und die nicht bei Facebook vertreten sind.

Von daher ist es wichtig, die wichtigsten Kanäle regelmäßig zu bedienen. Xing, Twitter, Addpublic, Google Plus, Facebook, Linkedin und auch die Bewertungsportale wie Yasni und Yelp erfreuen sich über zunehmender Beliebtheit.

Beispiel1
Wer die großartigen und vielfältigen Chancen, die das Social Web bietet, so an sich vorbeiziehen lässt, will im Endeffekt gar nicht gefunden werden.
Dem kann ich nur noch raten: Am besten die Webseite abschalten, die für viel Geld ins Leben gerufen wurde, denn von alleine wird diese nicht gefunden.

Beispiel2

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on pinterest
Pinterest
Share on whatsapp
WhatsApp

6 Kommentare

Huberta Weigl · 10. August 2012 um 15:45

Endlich einmal ein Artikel, der ganz sachlich aufzeigt, wie es nicht geht. Sehr gut!

Ich kenne so viele Seiten, da tut sich einfach nichts. Da werden einfach nur Bilder oder nur Mitteilungen mit Bildern gepostet, aber nie eine Frage. Auf manchen Seiten wird man auch mit News überschwemmt, die aus längeren Artikeln bestehen – man kommt aber nicht nach mit dem Lesen und fühlt sich überrollt.

Auf diesen Seiten führen die Betreiber Selbstgespräche – und sie scheinen es nicht einmal zu merken.

Herzlichen Gruß, Huberta Weigl

    Tina Gallinaro · 19. August 2012 um 12:47

    Hallo Frau Weigl.
    Vielen herzlichen Dank für Ihr Feedback. Ich schüttel auch jedesmal nur den Kopf wenn Seitenbetreiber Selbstgespräche führen oder die Artikel ihrer eigenen Seite liken. Dabei müsste es doch eigentlich klar sein, sobald ein Seitenbesitzer Inhalte postet, er sich vorher genau überlegt hat, was er postet. Den eigenen Inhalt aber ein „Gefällt mir“ geben ist dann schlichtweg unnötig :-)

    Liebe Grüße Tina Gallinaro

Martronic · 19. August 2012 um 10:59

Sehr geehrte Frau Garllinaro,

vielen Dank für Ihre bereitgestellten Informationen, ich werde dieses auch noch einsetzen.
Gerne will ich das auch weiter Empfehlen auf meinen Netzen.

Schöne Grüße aus Bünzwangen.

Gruß
Martin Hansl

    Tina Gallinaro · 19. August 2012 um 12:48

    Hallo Herr Hansl
    Vielen Dank für Ihr Feedback und über Weiterempfehlungen würde ich mich sehr freuen. LG Tina Gallinaro

Franz Kinker · 14. März 2013 um 08:09

Hallo Frau Gallinaro,

Ihren Artikel finde ich sehr interessant, er ist ein Leitfaden wie man in sozialen Netzwerken nachhaltig zum Erfolg kommt. Ihre Aussage, nicht nur an das eigene Unternehmen zu denken, sondern sich zu öffnen und mit anderen Menschen zu diskutieren, ist sehr entscheidend für das Gelingen von Sozial Media. Es bedarf halt Zeit, Kreativität und Engagement, was nicht jedem User unbedingt in ausreichender Menge zur Verfügung steht.

Ihren Artikel habe ich schon in meinen Kreisen geteilt.

schöne Grüsse aus dem Allgäu

Franz Kinker

    Tina Gallinaro · 14. März 2013 um 08:34

    Hallo Herr Kinker
    Vielen Dank für Ihr Feedback und für´s Weitersagen :-)

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