Falsche Fans und manipulierte Produktbewertungen

‎”Mit Geld kann man sich viele Freunde kaufen, aber selten ist einer seinen Preis wert. ” (Josephine Baker)

Wenn die tägliche Präsenz zum Schauplatz eines gespielten Szenario wird. Der Stream im Kontaktkreis füllt sich mit Statusmeldungen wie: ” Schon wieder mit Klicken Geld verdient”. Da fragt man sich ernsthaft, wie weit es mit der Glaubwürdigkeit einzelner Unternehmen gekommen ist.

Beobachtet man diese Kontakte, die ein paar Cents für´s Liken bekommen haben, weiß man genau, dass sich diese in keinster Weise für die Firma und dessen Produkte oder Dienstleistung interessieren!

Ebenso ist der Verkauf von Facebook Unternehmensseiten zu beobachten. Nicht selten haben unzählige Fans auf dieser noch unbedarften und meist leeren Präsenz ihr Like gegeben. Wenn ein  zahlungskräftiger Käufer mit dieser gekauften Facebook Unternehmensseite durch startet, ist er im guten Glauben, direkt mit produkt interessierten Fans zu kommunizieren. Allerdings erwirbt der Käufer einer solchen Fanseite auf lange Sicht gesehen ein unnatürliches Nutzer-verhalten.

Mit falschen Fans zu mehr Aufmerksamkeit kommen

Zahlungskräftigen Kunden wird eine Illusion vorgegaukelt. So landen Angebote von “hochprofessionellem Marketing-Systemen” täglich bei vielen Unternehmen in der Geschäfts-E-Mail. Selbst Firmen, die in den sozialen Netzwerken längst kein unbeschriebenes Blatt mehr sind, werden von dubiosen Angeboten nahezu überrannt. Selten schauen sich diese “Marketingagenturen” den Empfänger einer solchen E-Mail einmal genauer an.

So bekam unter anderem auch W&V vor kurzem ein solches Angebot.

 

Angebot_für_W&V

 

Erfolg lässt sich nur mit Glaubwürdigkeit erreichen!

Wenn Unternehmen auf diesem Zug aufspringen und Fans kaufen erreichen sie auf Dauer nur eins: Das die Verbraucher früher oder später die Meinung vertreten:

Traue keinem Unternehmen mit einer hohen Anzahl von Fans denn die sind alle nur gekauft!

Was hat dann dieses sinnlose Puschen gebracht? Die Reputation hat einen nicht wieder gutzumachenden Knacks bekommen. Die Glaubwürdigkeit zum Teufel! Irgendwann werden die sozialen Netzwerke gemieden, weil man eh nicht glauben darf was man sieht!

Das spricht sich schneller rum als ein Lauffeuer!

‎”Mit Geld kann man sich viele Freunde kaufen, aber selten ist einer seinen Preis wert. ” (Josephine Baker)

Alles nur eine Lüge – Firmen zahlen für positive Produktbewertung

Die Lust und die Gier nach Macht, nach mehr Ansehen, nach Geld, einfach mehr und mehr, ist doch nur ein ausgelegter Köder.

Die Gesellschaft rennt wie die Zombies mit ausgestreckten Armen dem Köder nach. Doch sie wird so niemals ihr Ziel erreichen, weil dieses Ziel keine Zukunft hat.

Natürlich ist dieses unnatürliche Verhalten schon längst aufgefallen. Das Thema Fankauf wird auch nicht mehr stillschweigend unter dem Teppich gekehrt. Im Gegenteil, durch Manipulationen wird eine Kettenreaktion ausgelöst. Ehrliche Anbieter, die sich ihren Ruf durch hartes Arbeiten mühselig erkämpft haben, möchten nicht in die gleiche Schublade gesteckt wie die Unternehmen, die sich durch gekaufte Meinungen einen Stellenwert aufbauen wollen.

Die Verbraucher werden bewusst und gezielt in die Irre geführt!

Manipulierte Online-Kommentare – Firmen zahlen für positive Produktbewertungen
Virtuelles Doping fürs Hotel

Was manchen Unternehmen vielleicht noch nicht bewusst ist, ist die Frage darüber wie die User über das Thema gekaufte Fans denken. Zu diesem Thema habe ich am 25. April 2012 eine Umfrage auf meiner Fanseite gestartet. Die Antworten liessen nicht lange auf sich warten.

Das Thema Fankauf ist ein sehr emotionales Thema

Die Reaktionen kamen innerhalb innerhalb kürzester Zeit.

 

reichweite

 

Reto Stuber sagt zum Thema Fans kaufen:
Meine Sicht: Fans kaufen, die nicht interagieren werden, macht in der Regel keinen Sinn und schadet auch dem Edge-Rank und damit der Sichtbarkeit. Jemanden damit zu beauftragen, Fans zu generieren (bspw. über Werbung, Offline Maßnahmen, Verlinkungen, etc.), macht Sinn – und hier könnte man dann auch nach Anzahl Fans “abrechnen”.

Eine ausführliche Antwort auf unsere Frage haben wir bei Thomas Piruzgar auf seinem Blog Urklangmediation bekommen, sehr lesenswert!

Umfrage bei Linkedin: Was haltet Ihr davon, wenn man „Likes“ auf Facebook oder Follower auf Twitter kauft?

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3 Kommentare

@Maven_7 · 1. Mai 2012 um 18:41

Hallo Tina Gallinaro,
Danke für Deine freundliche Erwähnung und Verlinkung meiner Blogantwort :)
Interessant, wie wir uns – dem ersten Impuls folgend – in Bezug auf das Thema verhalten:
„OhOh, wenn sich einige Follower kaufen, werden wir alle großen Schaden nehmen …“ … „Da fürchte ich einen Imageverlust für die ganze Branche“ … „Bringt doch alles nichts, ist eh‘ nur Selbstbetrug“ … „Das ist Betrug!“ … „oder zumindest unlauter!“ …
Wir drücken viel über uns selbst damit aus:
Zunächst äussern wir eine Angst – vor Verlust – von Glaubwürdigkeit :))
Glaubwürdigkeit in einem virtuellen Raum, in dem ständig neue Illusionen kreiert werden, die sich „materialisieren“ in einem „realen“ Raum, in dem alles so wirklich ist, wie wir es uns einbilden. Manche der Illusionen aus dem „Virtuellen“ bringen Illusionen aus dem „Realen“ zur Explosion. Manche der Illusionen aus dem „Realen“ torpedieren Realitäten aus dem „Virtuellen“.
Nach meinem Gefühl können wir nur lernen, mit dem illusionären Materialismus (oder mit dem materiellen Illusionismus :)) angemessen umzugehen, wenn wir uns daran machen, unsere bisherigen einschränkenden Wahrnehmungen und Glaubenssätze zu transzendieren.
Dann ertappen wir uns eventuell dabei, im virtuellen Glashaus sitzend mit moralisierenden Keulen zu jonglieren. Es ist Dir in der Tat geglückt, in Deinem Artikel jedem der Antwortenden und mir selbst einen Spiegel vorzuhalten. Dabei zeigt sich vor allem eines: Im alten Paradigma erreicht Polarisierung eine rege Beteiligung :)
Polarisierung (das Arbeiten mit Gut und Böse, Rettung und Bedrohung, Befriedigung und Bedarf, Gewinn und Verlust, Frieden und Krieg, Weiß und Schwarz, Licht und Dunkel, …) ist seit Jahrtausenden ein „gutes Geschäft“ an das wir uns all zu gerne selbst noch klammern, obwohl wir schon ahnen, dass es längst Zeit ist umzudenken. Ohne Polarisierung wird es schwer, eine Zeitung zu verbreiten, Versicherung zu verkaufen, einen Waffendeal abzuschließen, einen Krieg anzuzetteln. Ohne Dialektik ist jede Diskussion langweilig.
In dem sich aus Polarisierung entfesselnden Wettstreit ist all das, was da geahnt, befürchtet, gewusst, und dann beobachtet wurde keine Überraschung, oder? Hab ich doch gleich gewusst ;)
Diskutiert werden bisher Rezepte. Wer sieht eine Lösung? Oder hab ich da ‚was überlesen? Ehrlich währt am längsten? Wohl wahr, oder auch ein Glaubenssatz?
Eine Veränderung kann nur in uns selbst beginnen. Wenn wir diesen Schritt gehen, fängt’s an, wirklich interessant zu werden. Dann wird alles möglich.
Was meinst Du, Ihr, Sie?
Wünsche noch einen wunderbaren ersten Maiabend :))

Jens A. Heim · 2. Mai 2012 um 21:24

Ich denke, wer guten und abwechslungsreichen Content bietet, bekommt die Fans von alleine – früher oder später, Geduld braucht man schon…

Florine Calleen · 21. Mai 2012 um 11:37

Früher nannte man solche „Fans“ Claqueure: http://de.wikipedia.org/wiki/Claqueur

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