Einen Erfahrungsbericht veröffentlichen

Deine Website ist in die Jahre gekommen und braucht frischen Wind? In Eigenleistung sollte das doch locker zu machen sein, oder? Von wegen! Was ich im Minenfeld der Website-Überarbeitung erlebt habe, kannst du in meinem Erfahrungsbericht nachlesen.

Wer einen Erfahrungsbericht veröffentlicht, hilft anderen Lesern dabei, auf bestimmte Anwendungen oder Handlungen zu achten.

Somit bin ich auch schon mitten im Thema, besser bei der Blogparade, die Elke Schwan-Köhr von federführend-media.de ins Leben gerufen hat.

In ihrer Blogparade fragt sie, woher man an die Ideen für Beiträge kommt und worüber man schreiben könnte..

Erfahrungsbericht(e) veröffentlichen

Mit einem Erfahrungsbericht werden wertvolle Hilfestellungen und Anleitungen vermittelt, die man während eines Projekts gemacht hat.

Von daher möchte ich in diesem Beitrag berichten, welche persönlichen Erfahrungen bei (m)einem Relaunch gesammelt wurden und kann auf diesem Weg anderen Website-Betreibern hilfreiche Tipps mit auf dem Weg geben.

Die Idee zu diesem Beitrag liefern mir meine eigenen Websites, Extrawerbung.de hat einen komplett neuen Anstrich bekommen, meine private Seite wächst von Tag zu Tag ein wenig mehr und ein anderes Projekt wartet ebenfalls darauf, das Licht der www Welt erblicken zu dürfen.

Was bei einem Relaunch beachtet werden sollte

Wenn man irgendwann mal feststellt, dass die eigene Website eine Veränderung braucht, dann ist man schon einen großen Schritt weiter. Viele Website-Besitzer müssen sich mit dem Gedanken, was Planung und Umsetzung angeht, erst einmal anfreunden. Passend zu meinem Beitrag möchte ich auf den Artikel von Stefan Schütz von pr-stunt.de verweisen: Tipps für einen erfolgreichen Blogstart. Denn auch bei einem Neu-Anfang muss so einiges bedacht werden!

Die Wahl eines geeigneten Webhosters

Ein Google Blog als Corporate Blog ist keine Option! In der Vergangenheit hat Google schon mehrere Male bestehende Blogs einfach so gelöscht! Weg! Von einem Tag zum anderen ist alles weg und ich kann an dieser Stelle nur eindringlich davor warnen, die kostenlosen Blogs als festes Zuhause für seine Beiträge anzusehen.
In meinem Beitrag ⇒ Kann man ohne eigenes Blog erfolgreich bloggen? bin ich bereits näher auf die verschiedenen Sichtweisen eingegangen.

Da ich mehrere Blogs habe und mit 2 verschiedenen Webservern arbeite, kann ich an dieser Stelle auch klare Weiterempfehlungen aussprechen. Alfahosting sowie one.com sind preislich absolut erschwinglich und der Support einsame Spitze! Bei Fragen bekommt man zeitnah die passenden Antworten und muss nicht lange warten.

Bei beiden Anbietern ist es problemlos möglich, entweder sofort mit https zu starten oder später umzuschalten.

Kostenlos oder Premium – die Qual der Wahl

Anforderungen an ein ansprechendes Design hatte ich viele. Hier im Blog beispielsweise sind durch mein eigenes Verschulden einfach zu viele Plugins im Spiel. Bislang bin, pardon war ich einfach nicht bereit, mich auch nur von einem Plugin zu trennen.

Demnach wollte ich für Extrawerbung.de ein Design haben, was all die Spielereien, die ich hier im Blog zusätzlich hochladen musste, bereits von Haus aus vorinstalliert hat. Somit würde ich nicht mehr in Versuchung geführt werden, mit Fremd-Plugins den Blog ins Nirwana zu schiessen. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass dies schon zwei Mal der Fall war. Aber wie heisst es so schön? Aus Fehlern lernt man!

Ein geeignetes Theme lässt sich leider nicht auf die Schnelle finden und ich muss an dieser Stelle ehrlich zugeben, dass ich wochenlang auf der Suche war. Mit Avada wurde ich schliesslich fündig. Avada kostet 59 $, ist aber definitiv jeden einzelnen Cent wert!

premium_wordpress_themes

Es gibt auch preiswerte Alternativen wie beispielsweise Designers Inn. Seit 2010 ist Designers Inn für hochwertige WordPress Themes mit schlankem Code, tollen Features und Support auf Deutsch bekannt. Alle Themes sind mit zahlreichen Features ausgestattet, wie Galerien, Landingpages und einem Pagebuilder mit hunderten Shortcodes. Natürlich sind die Themes „Widget Ready“ und im Responsive Webdesign entworfen. Weitere Infos findest du unter *designers-inn.de

https statt http

Wenn schon denn schon! Ganz oder gar nicht. Auf halbe Sachen sollte man eigentlich verzichten.

Demnach ist auch wieder eine SSL-Verschlüsselung für dieses Blog in Planung.
Wie – schon wieder?
Vor längerer Zeit wurde hier auf https umgeschaltet, danach waren verständlicherweise alle Zahlen der Sharing-Buttons weg. Damals fand ich das sehr schade und so wurde flugs wieder zurück gestellt.

Aus der heutigen Sicht kann ich jedoch nur jedem raten, dass man sich keine Gedanken um die verschwundenen Zahlen der Sharing-Buttons machen soll. Beiträge mit Mehrwert werden definitiv auch weiterhin gerne geteilt!

In meinem Beitrag: Umstellung von http auf https habe ich einige Punkte aufgelistet, was bei der Umstellung auf die SSL-Verschlüsselung beachtet werden sollte.

Grafiken

Bei vielen Premium Themes bekommt man zum Kauf einige Bilder bereits mitgeliefert. Diese Bilder dürfen jedoch nicht eins zu eins für die eigenen Zwecke übernommen werden. Auch sollte man von Angeboten die Finger lassen, wenn es darum geht, ganze Bilderpakete kaufen zu können.

Demnach sollte man den kostenlosen Bilddiensten und Creative Commons nur bedingt vertrauen. Im folgenden Videotipp: Fotos und Videos abmahnsicher in der #heiseshowXXL erklärt Rechtsanwalt Thomas Schwenke, was man heutzutage bei der Nutzung von Fotos und Videos im Internet wissen sollte.

bilder_und_das_urheberrecht

Der Strukturbaum für die Seiten

Wie bereits erwähnt hatte ich mich für das Theme Avada entschieden und bin fast vom Stuhl gefallen, als ich Avada in Aktion gesehen habe.
141! Seiten waren vorinstalliert.

Nebenbei bemerkt war ich tagelang damit beschäftigt, heraus zu kristallisieren, welche Seiten und Anwendungen für mein Vorhaben relevant und wichtig waren und welche nicht.

Mein alter Webauftritt bestand aus 5 Seiten und textmässig ziemlich überarbeitungsdürftig. Da ich ein Aus-dem-Bauch-heraus-Mensch bin, konnte ich mich einfach nicht festlegen, welche Seiten und Inhalte erscheinen sollten.

struktur_mit_einer_mindmap

Wer sich vorab darüber Gedanken macht, wie die neue Struktur aussehen soll, hat während des Relaunch nicht das Problem, wie ein Ochs vor´m Berg zu stehen.

Der Köder muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler!

Bei manchen Websites frage ich mich oft, ob es diesen Webauftritt vielleicht auch noch in hübsch gibt. Hier sollte mit den Augen von (Wunsch)Kunden die Website aufgebaut werden. Findet der Kunde nicht das Gewünschte, ist er recht schnell wieder weg.

Ebenso ist es zuweilen recht schwer, die eigenen Bedürfnisse und Interessen mit einem neuem Webauftritt zu vereinbaren.

Hierzu hat Jutta Beyer im Zielbar-Magazin passend zum Thema einen wertvollen Beitrag veröffentlicht: Worauf es bei den drei Schlüsselseiten von gewerblichen Websites vor allem ankommt.

Ansprache der Besucher

Hier im Blog bin ich vor etwas längerer Zeit still und leise auf Du umgestiegen, denn es sollte eine persönliche Beziehung zu meinen Lesern aufgebaut werden.

Mit Extrawerbung bin ich den umgekehrten Weg gegangen. Nicht jeder kennt mich und das klare Sie ist (m)ein roter Faden geworden! Zudem bin ich ein Ein-Mann- Unternehmen, pardon, ein Ein-Frau-Unternehmen. Somit war klar, dass ich nicht:“Über uns“ schreiben konnte.

Hilfreich war in dem Moment der Beitrag von Birgit Schultz von marketing-zauber.de, der passend zu meinem Relaunch erschien: Wir oder ich? Wie rede ich am besten über mein Unternehmen?

Branding

Dieses Wiedererkennungsmerkmal sollte sich wie ein roter Faden durch den gesamten Webauftritt ziehen. In meinem Fall war das mit dem bereits bekannten Logo gar nicht mal so einfach. Hier müssen die Farben harmonisch miteinander im Einklang stehen.

An dieser Stelle einen Tipp: Wer sich nicht mit Design-Farben auskennt, sollte auch gar nicht erst versuchen, stunden- oder tagelang mit den HTML-Farbcodes zu experimentieren. Diese Erfahrung habe ich hinter mir und kann an dieser Stelle nur raten, sich mit einem Logo-Designer in Verbindung zu setzen.

Fonts

Mit einem Premium Template sofort durchzustarten wäre oberklasse. Dennoch muss unter anderem eine Einstellung in den Fonts vorgenommen werden, denn die Wahl der Fonts spielt ebenfalls eine sehr wichtige Rolle.
Whaaat?
Fonts?
Nicht jede Schriftart harmoniert miteinander, stellenweise beißen sie sich sogar. An dieser Stelle möchte ich den Beitrag von Martin Hahn empfehlen: 7 Methoden, um passende Schriftarten zu finden und 21 klassische Google-Webfonts-Kombinationen.

Ich muss zugeben, dass ich ein wenig auf anderen Websites unterwegs war und mir Inspirationen geholt habe. So habe ich mir die Schriftart Dosis von conterest.de abgeguckt. Für meinen privaten Blog habe ich bei Birgit Schultz Emily entdeckt.

Tipp: Mithilfe von dem WordPress Plugin Use Any Font ist es möglich, verschiedene Schriftarten für den Blog zu installieren.

Grammatik und Rechtschreibung

Deutsche Sprache – schwere Sprache! Bevor der neue Webauftritt für die Öffentlichkeit bestimmt ist, sollte die Grammatik und Rechtschreibung überprüft werden!

Nichts ist schlimmer als zusammengewürfelte Worte, die absolut keinen Sinn ergeben und man das Wesentliche nicht verständlich genug rüberbringt! Leser haben keine Zeit und erst recht keine Lust, zu hinterfragen, was eigentlich gemeint ist. An dieser Stelle bedanke ich mich recht herzlich bei dem IT-Gutachter Dietmar Klöskes, der ein wachsames Auge auf die Grammatik geworfen hat. ;-)

Die Zusammenarbeit mit einem professionellen Texter ist von daher eine sehr gute Wahl! Ein Texter hat viele Ideen und bringt frischen Wind in das Projekt. Immerhin sollen die Texte aus der Masse herausstechen und sich deutlich von der Konkurrenz abheben.

Hilfe und Unterstützung holen

Wenn es ein wirklich gelungener Webauftritt werden soll, ist die Mithilfe von außen unabdingbar. Ein professioneller Webdesigner versteht sein Handwerk und hat ein geschultes Auge, wenn es um Design, Farben, CSS Befehle, SEO und vieles mehr geht.

Da es leider auch in der Webdesigner-Branche schwarze Schafe wie Sand am Meer gibt, fragt man bei Bedarf am besten bei seinen Kontakten nach, welchen Webdesigner sie wirklich weiter empfehlen können.

webdesign

Learning by Doing, so wie ich es gemacht habe, ist nur dann möglich, wenn man zeitgleich wirklich kompetente Hilfe im Rücken hat. Mein Selbstversuch ist demnach nicht wirklich zum Nachmachen geeignet!

Es kann viel schief gehen und aus eigener Erfahrung heraus weiß ich nur zu gut, wie viel Zeit investiert wurde, um am Ende ein vorzeigbares Ergebnis vorweisen zu können. Um den Blutdruck zu schonen, sollte diese „unangenehme“ Arbeit einfach an jemanden abgegeben werden, der genau weiß, was er da tut..

Im Groben und Ganzen hat mir der Relaunch zwar eine Menge Spaß gemacht, weil ich viel dazu lernen konnte. Gleichzeitig sind bestimmt zwei bis drei neue graue Haare dazu gekommen, weil ich oft an einem Punkt kam, an dem mein Wissen über bestimmte Dinge nicht mehr ausreichend war. :-)

Mein Fazit: Ein Relaunch in Eigenregie kostet sehr viel Zeit, Kraft und Nerven!

Wie sieht es bei meinen Lesern aus? Planst du auch einen Relaunch oder hast du bereits deine Website-Veränderung hinter dich gebracht? Welche Erfahrungen hast du dabei machen können? Ich freue mich auf dein Feedback.

Bildquellenangabe: IT-Gutachter Dietmar Klöskes

*Affiliate Link

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on pinterest
Pinterest
Share on whatsapp
WhatsApp

4 Kommentare

Frank Stachowitz · 12. September 2016 um 06:13

Liebe Tina,

ein toller Erfahrungsbericht, aus der Sicht einer Nutzerin, die sich auf ein neues Betätigungsfeld wagte.

So ein Relaunch hat es eben in sich, weil vieles beachtet werden muss. Das vergessen viele Webseiten-Betreiber – und meinen immer noch, dass so eine Überarbeitung in wenigen Stunden oder Tagen zu realisieren sei. Im Gegenteil, wie wir hier eindrucksvoll lesen können.

Anhand deiner Erfahrung ist erkennbar, dass es schon viel Zeit, Kraft und auch Geduld braucht, wenn es in Eigenleistung erbracht werden soll.

Auch ich kann mich noch an meine allererste Website erinnern. Das war 1999, als ich in vielen Stunden Handarbeit jeden einzelnen HTML-Befehl von Hand geschrieben hatte, um dann daraus eine Website entstehen zu lassen.

Heute 17 Jahre später, ist alles viel einfacher mit CMS-Lösungen und Baukasten-Klick-Dich-Zusammen-Homepage.

Aber auch hier lauern bekanntlich Fallen, die du eindrucksvoll beschreibst.

Ich kann nur jedem Unternehmer raten – wer seine Website überarbeiten lassen möchte, um auch Kunden damit zu erreichen, der sollte dieses nicht in Eigenleistung erbringen, sondern sich professionelle Hilfe holen. Denn diese Kernkopetenz hat keine Sekretärin – die meist die Website der Firma nebenbei betreut.

    Tina Gallinaro · 12. September 2016 um 06:21

    Hallo Frank, dankeschön für deinen wertvollen Input. Aus diesem Grunde habe ich diesen Beitrag auch geschrieben, denn viele User vergessen wirklich, dass ein Relaunch (oder auch die Erstellung einer Website) nicht mal eben per Fingerschnipps gemacht werden kann. Irre viel Zeit geht dabei drauf und ich kann dir gar nicht sagen, wie oft ich noch bis spät abends am Rechner gesessen habe, weil es da Dinge gab, die ich einfach nicht verstanden habe.
    Es ist definitiv besser einen Profi damit zu beauftragen.
    LG Tina

Claudia Dieterle · 26. September 2016 um 11:25

Hallo Tina,

das ist in der Tat eine gute Idee, Erfahrungsberichte zu veröffentlichen, Wenn man die Vor- und Nachteile und die eigenen Erfahrungen weitergibt, profitieren andere davon. Das ist oft hilfreicher als die Angaben des Herstellers. Und wenn man gerne testet und ausprobiert, ergibt sich immer wieder ein neues Thema.

Viele Grüße
Claudia

    Tina Gallinaro · 26. September 2016 um 13:38

    Hallo Claudia, Dankeschön für dein Feedback. Meist sind die eigenen Erfahrungswerte einfach Gold wert und auch wirklich in keiner Gebrauchsanleitung zu finden. LG Tina

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die DSGVO-Checkbox ist ein Pflichtfeld.

*

Ja, ich habe die Datenschutzerklärung gelesen